Zlatan Ibrahimović

Zlatan Ibrahimović

Zlatan Ibrahimović (* 3. Oktober 1981 in Malmö) ist ein schwedisch-bosnischer Fußballspieler. Als einziger Spieler wurde der Stürmer elfmal mit dem Guldbollen als schwedischer Fußballer des Jahres ausgezeichnet, davon zehnmal in Folge. Er gilt als einer der besten Stürmer der Welt und besticht insbesondere durch seine starke Technik und spektakulären Spielaktionen. Ibrahimović steht beim englischen Rekordmeister Manchester United unter Vertrag. Von 2001 bis 2016 war er für die schwedische Nationalmannschaft aktiv und ist mit 62 Toren deren Rekordtorschütze.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestart in Schweden und Wechsel ins Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ibrahimović spielte in seiner Jugend bei Malmö Anadolu BI und dem FBK Balkan, einem Verein, der überwiegend aus Spielern aus dem ehemaligen Jugoslawien bestand, in seinem Heimatviertel Malmö-Rosengård. Anschließend folgte ein kurzes Intermezzo bei BK Flagg, ehe er 1995 in die Jugendabteilung von Malmö FF wechselte. Seine Anfangszeit dort in der Jugendmannschaft war laut Ibrahimović geprägt von Auseinandersetzungen mit seinen Mitspielern, deren Eltern und den Trainern. Ihm wurde nachgesagt, zu viel zu „tricksen“ und zu eigensinnig zu sein.

1999 unterschrieb Ibrahimović bei Malmö FF seinen ersten Profivertrag. Am 20. September 1999 spielte er bei der Niederlage gegen Halmstads BK erstmals in der Allsvenskan. Auch nachdem der Klub nach über 60-jähriger Zugehörigkeit zur schwedischen Eliteserie am Ende der Spielzeit abgestiegen war, blieb er dem Verein treu. In der Superettan steuerte er zwölf Tore zum direkten Wiederaufstieg bei und weckte das Interesse internationaler Vereine. Nach einer halben Spielzeit in der ersten schwedischen Liga verließ Ibrahimović im Sommer 2001 den Verein.

Sein neuer Arbeitgeber wurde ab Juli 2001 der niederländische Rekordmeister Ajax Amsterdam Unter Trainer Co Adriaanse kam er anfangs kaum zum Zug. Als dieser jedoch im November entlassen wurde, avancierte Ibrahimović unter dessen Nachfolger Ronald Koeman zum Stammspieler. Am Ende der Spielzeit stand der Gewinn des Meistertitels, und Ibrahimović kam in der folgenden Spielzeit zu seinen ersten Champions-League-Einsätzen. Nach der Gruppenphase schied die Mannschaft im Viertelfinale gegen den AC Mailand aus. Ein Vorfall im Länderspiel zwischen den Niederlanden und Schweden gilt mit als Auslöser für Ibrahimovićs Weggang von Ajax im Sommer 2004: Während des Spiels verletzte sich Mannschaftskollege Rafael van der Vaart nach einem Foul von Ibrahimović, dem Absicht unterstellt wurde. Er beteuerte jedoch öffentlich, dass es keine Absicht gewesen sei. Später gab er an, van der Vaart sei neidisch auf seine Entwicklung gewesen und habe ihm daher Absicht unterstellt.[5]

Jahre in der italienischen Serie A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Gewinn des zweiten Meistertitels mit Ajax wechselte Ibrahimović im Sommer 2004 nach Italien zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin. Da sich sein Rivale im Sturm, David Trezeguet, verletzt hatte, fand sich der Schwede auf Anhieb in der Startformation des Serie-A-Klubs wieder. Er erzielte in der Saison 2004/05 16 Saisontore. Sein Berater lancierte nun Presseberichte, wonach Real Madrid an dem Stürmer interessiert sei und bis zu 70 Millionen Euro geboten habe, um den Marktwert seines Schützlings in die Höhe zu treiben. Mit weiterhin guten Leistungen etablierte sich Ibrahimović unter Europas Topspielern und gehörte 2005 zu den Nominierten für die Auszeichnung Weltfußballer des Jahres. Während er dabei nur Achter wurde, wurde er im selben Jahr mit dem Guldbollen als Schwedens Fußballer des Jahres ausgezeichnet.

Mit dem Erfolg kamen aber auch die ersten größeren Probleme. Trainer Fabio Capello setzte Ibrahimović vermehrt als Außenstürmer ein, um so seine Schnelligkeit ausnutzen zu können. Infolgedessen stieg zwar die Anzahl seiner Torvorlagen, andererseits erzielte er weniger Tore selbst. Die Presse und Anhänger des Klubs pochten daher vermehrt auf den Einsatz des beliebten Juve-Urgesteins Alessandro Del Piero. Da Ibrahimović in der zweiten Saisonhälfte in ein Formtief fiel, verstärkte sich der Druck auf ihn. Als im Sommer 2006 im Zuge des Fußball-Skandals der Zwangsabstieg des Klubs in die Serie B feststand, bemühte sich der Klub zwar um den Schweden, wegen der Umstände fiel es diesem aber nicht schwer, den Klub zu verlassen.

Im August 2006 unterschrieb Ibrahimović einen Vierjahresvertrag bei Inter Mailand. Zunächst bot er wechselhafte Leistungen, aber im Zuge der Serie von ungeschlagenen Spielen des Klubs konnte auch er sich stabilisieren und er gehörte unter Trainer Roberto Mancini im Sturm zur ersten Wahl. Am Ende der Saison gewann er mit dem Verein den Meistertitel. Kurze Zeit später sorgte er für Unruhe im Umfeld des Klubs, als er zitiert wurde, dem Verein fehle eine Persönlichkeit wie Luciano Moggi. Da dieser der Hauptverantwortliche des italienischen Fußball-Skandals war, unter dem vor allem Inter zu leiden hatte, wurde Ibrahimović stark kritisiert. Nach einer Entschuldigung des Schweden mit dem Hinweis, die Aussage sei aus dem Zusammenhang gerissen worden, legte sich die Aufregung wieder. Mit guten Leistungen zu Beginn seiner zweiten Saison – so gelang ihm am 2. Oktober 2007 sein erster Europapokal-Treffer nach fast zwei Jahren – spielte er sich wieder in den Kreis der Weltfußballer. Bei der Auszeichnung musste er sich jedoch mit dem siebten Platz begnügen, erhielt aber in Schweden erneut den Guldbollen und wurde mit dem Radiosportens Jerringpris ausgezeichnet.

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